Als Patient gehen Sie nicht zu irgendeiner Praxis, sondern zu einer in der Sie sich wohl fühlen und in der Sie dem Arzt und seinem Team vertrauen können, dass diese auf Ihre Bedürfnisse mit dem besten (Fach-)Wissen und Gewissen eingehen.
Wir möchten Ihnen dieses Vertrauen geben und uns Ihnen kurz vorstellen: Mein Name ist Dr. Oliver Setzer. Seit 1995 bin ich als Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, plastische Operationen und Allergologie niedergelassen. Meine eigene Praxis in Schorndorf wurde 2007 im Gesundheitszentrum des Schorndorfer Krankenhauses eröffnet.
In meiner Praxis sind wir ein eingespieltes Team und halten uns und regelmäßig mit Fort- und Weiterbildungen auf den neuesten Stand der Medizin, um Ihnen die bestmögliche Behandlung bieten zu können. Natürlich legen wir hierbei großen Wert auf individuelle medizinische Beratung, Qualität und Freundlichkeit und freuen uns Sie in unserer Praxis begrüßen zu dürfen.
Hals-Nasen-Ohrenärzte und KBV fordern Hörscreening ab 50
Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben sich für ein Programm zur Früherkennung von Hörschäden für Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren ausgesprochen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen könnten nach Auffassung der Experten die Kosten der „verkannten Volkskrankheit Schwerhörigkeit“ um dreistellige Millionensummen senken. Denn durch eine verbesserte Versorgung der Patienten könnten auch Folgeerkrankung wie Depression, Demenz oder Verletzungen vermieden werden, erklärten die Verbände. Deshalb plädieren sie dafür, ein solches Präventionsprogramm (Hörscreening) in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.
Frühe Behandlung und Lärmgrenzen wichtig
Eine möglichst frühzeitige Versorgung von Betroffenen ist wichtig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden und einer Verschlechterung des Gehörs entgegenzuwirken, mahnte der Präsident des Berufsverbands der HNO-Ärzte, Dirk Heinrich. Hinsichtlich einer besseren Versorgung komme es auch auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten an. Die Hausärzte könnten die Patienten auf das Screening hinweisen und gegebenenfalls eine Voruntersuchung durchführen. Weise diese auf eine mögliche Schwerhörigkeit hin, überweise der Hausarzt den Patienten an den HNO-Arzt weiter.
Auch forderte er gesetzliche Regelungen zur Begrenzung der Lautstärke bei Konsumartikeln, wie etwa bei MP3-Playern. Diese Geräte entwickelten Lautstärken von mehr als 110 Dezibel und seien damit „lauter als ein Presslufthammer“.
Die Lärmgesamtbilanz eines Lebens schlage sich schon bei vielen 50-Jährigen in Hörschäden nieder. „Es ist medizinisch absolut geboten, ab einem Lebensalter von 50 Jahren jährlich Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen. Prävention zahlt sich auch durch Einsparungen auf Kassenseite aus“, warb der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, in Berlin für die Neuregelung. Nach seinen Angaben leiden in Deutschland rund 14 Millionen Menschen an Hörschäden, die häufig unbehandelt blieben. „Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage nimmt zu, was auch volkswirtschaftliche Konsequenzen hat“, so Köhler.
Das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) bezifferte die mit einem flächendeckenden Hörscreening erzielbaren Einsparungen für die Krankenkassen auf 80 Millionen Euro im Jahr 2020 und 170 Millionen Euro im Jahr 2050. Rechne man die indirekten volkswirtschaftlichen Effekte hinzu, ergäben sich Einsparungen in dem Zeitraum zwischen 450 und etwa 570 Millionen Euro.
Studie: http://www.kv-on.de/html/614.php
Quelle: dpa/Ärztezeitung
Polypen bei Kindern. Was ist eine Wucherung der Rachenmandel?
Die Rachenmandel (Tonsilla pharyngea) befindet sich im Nasenrachen. Während der wichtigsten Lernphase des Immunsystems im Kleinkindalter wächst sie gemeinsam mit den anderen Mandeln an. Häufig kommt es zu einer krankhaften Vergrößerung (Hyperplasie) der Rachenmandel, meistens zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr, aber auch schon früher oder bis zum jugendlichen Alter. Diese Wucherung wird fälschlicherweise umgangssprachlich oft als „Polypen“ bezeichnet. Wenn also jemand davon spricht, sein Kind habe „Polypen“, ist normalerweise gemeint, dass es unter einer krankhaft vergrößerten Rachenmandel leidet, die die Nasenatmung behindert. Diese „Polypen“ darf man jedoch nicht mit den tatsächlichen Polypen verwechseln, die in den Nasennebenhöhlen (Polyposis nasi) auftreten und in der Regel nur Erwachsene betreffen.
In der Fachsprache werden die Wucherungen der Rachenmandel als „adenoide Vegetationen“ oder auch einfach als „Adenoide“ bezeichnet. Diese krankhafte Vergrößerung bereitet den kleinen Patienten oft erhebliche Probleme, weil sie die zum Nasenrachen hin gelegene Öffnung der Nasenhöhle versperrt und damit auch oft den eng daneben liegenden Eingang zum Mittelohr (Eustachi-Röhre) verschließt. Die Folge sind aufgrund der behinderten Nasenatmung nächtliches Schnarchen, wiederholte Infekte in den oberen Atemwegen mit Husten (Bronchitis) und Schnupfen (Rhinitis), Hörstörungen und häufige Mittelohrentzündungen.
Um sprachliche Entwicklungsstörungen zu vermeiden und die hohe Infektanfälligkeit zu verringern, wird der HNO-Arzt bei eindeutiger Symptomatik empfehlen, die stark vergrößerte Rachenmandel operativ zu entfernen (Adenotomie). Gleichzeitig wird bei diesem Eingriff häufig ein Schnitt ins Trommelfell (Parazentese) gemacht und ein so genanntes Paukenröhrchen eingelegt, um das oft beteiligte Mittelohr besser belüften zu können und die Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr (Paukenerguss) zu vermeiden.